Kölle Reloaded: Der neue Rheinauhafen

Über 15 Jahre hat der Umbau des zum Schluss nicht mehr genutzten Rheinauhafens zu Kölns neuem Wahrzeichen am Strom gedauert. Und das Warten hat sich gelohnt: Nirgendwo sonst ist Köln stilsicherer, und im ästhetischen Sinne schöner (Sorry, andere Viertel, ich mache es wieder gut!) als hier.

IMG_9500Kranhaus: Ähnlich wie im Duisburger Innenhafen wurde ein Teil der alten Hardware auf dem Gelände belassen, und trägt so zum Erhalt einer gewissen „maritimen Restatmosphäre“ bei.IMG_9447

Die armen Kleinen: Edelstahl und Stromlinienform, nichts scheint für die Spielplätze hinter der Zeile des alten Siebengebirges zu teuer gewesen zu sein. Solange man nicht darauf spielen muss…IMG_9454

WTF is Hamburg:  Eine gewisse Ähnlichkeit zu Kölns eleganter Schwester an der Elbe ist wohl nicht ganz zufällig, stammen die Kranhäuser doch aus der Feder des Hamburger Stararchitekten Hadi Teherani. IMG_9471

Volles Programm: Neben der nahen Rheinuferstraße sorgen Güterzuge auf der Südbrücke und eine wachsende Zahl von Frachtschiffen für eine 24h Dauerberieselung der solventen Loftbewohner.IMG_9479

Anspruchsdenken: Wer den Turm hat, hat die Macht. So (oder so ähnlich) steht es auf der Messingtafel am Eingang des Bayenturms, der heute die Stiftung FrauenMediaTurm beherbergt. IMG_9518
In the Ghetto:
Vor allem das dritte (Wohn-) Kranhaus wirkt mit seiner engzeiligen Parzellierung nicht aus jedem Blickwinkel vorteilhaft. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Nachbarn nett sind.


Fazit:
Der Bebauungsmix  auf dem Areal des ehemaligen Rheinauhafens ist mit seinem stimmigen Konzept etwas Einmaliges in Köln. Ob das neue Viertel jemals zu einem Veedel wird, muss die Zukunft zeigen. Bis dahin erfreuen sich Kölner und Imis über ein wenig Aufgeräumtheit inmitten des innerstädtischen Chaos.

Alle Fotos stammen vom Autor