Südstadt, verzäll‘ nix: Rund um den Chlodwigplatz

Die baulichen Aktivitäten im Schatten der Severinskirche konnten einem Südstädter Jung wie mir in der Vergangenheit bisweilen den Schlaf rauben. Immerhin scheint sich die Situation jetzt zu entspannen, und nach zwischenzeitlichen Tiefschlaf blinzelt dem Besucher ein hübsches, wenn auch noch nicht ganz ausgeschlafenes Dornröschen entgegen.

P1010259Alles beim Alten: Glücklicherweise hat der Volksgarten den Boom der letzten Jahre unbeschadet überstanden. Von der Größe her überschaubar, ist er Ruhepol des ansonsten wuseligen Veedels.P1010266
Knast mit Kirche? Kurios, wie massiv sich das Berufskolleg Südstadt am Eingang Wormser Straße von der Nachbarschaft abschottet. Der nahe Turm des Wasserwerks am Zugweg bietet hierzu einen erfreulichen Kontrast.
P1010287Verfallender Verfall: Nur ein paar heruntergekommene Museumsstücke erinnern noch an die Schokoladenfabrik Stollwerck – in den frühen 80er Jahren Schauplatz der größten Hausbesetzung Kölns.
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Drink doch ene met: In der Annostraße befinden sich, wenn auch gut getarnt, einige nicht-hippe Kneipen, die der vom Aussterben bedrohten, Kölsch sprechenden Urbevölkerung Unterschlupf gewähren.
P1010297Giganten: Aus Richtung Mechtildisstraße betrachtet wirken die Kranhäuser am Rheinauhafen isoliert. Leider bildet auch die quer davor verlaufende Rheinuferstraße eine Trennlinie zwischen Südstadt und Neubebauung.
P1010302Kein Anschluss: Bedingt durch den Einsturz des Stadtarchivs liegen die Bauarbeiten an der Nord-Süd-Stadtbahn brach. Die bereits fertig gestellten Haltestellen gammeln in der Zwischenzeit vor sich hin und ergeben ein trostloses Bild.

Fazit: Auch wenn die Wunden des Stadtbahn-Baus noch nicht ganz verheilt sind: Die Südstadt ist aus dem Gröbsten raus! Mein nächster Blogbeitrag wird sich dem neu entstandenen Wohn- und Geschäftsviertel auf dem Gelände des ehemaligen Rheinauhafens widmen.

Alle Fotos stammen vom Autor

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